Tischdecken richtig falten: Kniffe für knitterfreie Aufbewahrung
Eine frisch gebügelte Tischdecke, die nach zwei Wochen im Schrank wieder aussieht wie ein zerknülltes Taschentuch, kennt jeder, der regelmäßig Gäste empfängt. Das Problem liegt selten am Bügeln, sondern an der Art, wie die Wäsche gefaltet und gelagert wird. Wer die Decke vor dem Verstauen nicht vollständig abkühlen lässt, presst die Restwärme in die Fasern und erzeugt genau jene Falten, die man später mühsam ausbügeln muss. Schon kleine Änderungen in der Routine sparen hier erstaunlich viel Arbeit.
Beim Falten selbst lohnt es sich, die Decke zunächst auf links zu drehen und auf einer glatten, sauberen Fläche auszubreiten. Die Kanten werden exakt aufeinandergelegt, bevor der erste Bruch entsteht. Wer große Tischtücher verstaut, sollte statt scharfer Kanten lieber weiche Rundungen legen, indem er die Decke zu einer Rolle formt oder zwischen zwei Lagen säurefreies Seidenpapier legt. Beim Zusammenlegen entstehen so keine harten Bruchkanten, die sich später tief in den Stoff drücken. Auch das Gewicht spielt eine Rolle: Schwere Leinentücher gehören nach unten, leichte Baumwollmodelle nach oben, damit nichts eingequetscht wird. Wer zusätzlich Stauraum für Tischwäsche und Besteck sinnvoll aufteilt, verhindert, dass Decken und Servietten unter dem Druck von schwerem Geschirr leiden.
Die Wahl des Aufbewahrungsorts entscheidet ebenfalls darüber, ob die Wäsche faltenfrei bleibt. Regale mit flachen Fächern sind gefalteten Decken deutlich lieber als enge Körbe, in denen alles aufeinandergestapelt wird. Zwischen zwei Decken sollte immer eine dünne Lage Seidenpapier oder ein sauberes Baumwolltuch liegen, das Feuchtigkeit aufnimmt und Scheuerstellen verhindert. Feuchtigkeit ist der eigentliche Feind jeder Tischwäsche: Schon eine leichte Restfeuchte beim Einlagern führt zu Knitterfalten und im schlimmsten Fall zu Stockflecken. Deshalb gilt: Vor dem Verstauen vollständig trocknen lassen, am besten über Nacht an der frischen Luft.
Für den Alltag hat sich eine einfache Regel bewährt: Decken, die häufig gebraucht werden, kommen ganz nach vorne und werden locker gerollt statt scharf gefaltet. Selten genutzte Stücke dürfen flach liegen, aber nie unter schweren Gegenständen. Wer diese wenigen Grundsätze beherzigt, zieht beim nächsten Fest eine Decke hervor, die glatt und faltenfrei ist, ganz ohne Bügeleisen. Das spart Zeit und schont den Stoff auf Dauer mehr als jedes teure Pflegemittel.